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Highfield Festival 2008 - Der Vorbericht
phonotic Artikel vom 05.08.2008
![]() Phonotic.de auf dem Highfield Festival 2008 Eine relaxte Atmosphäre, eine traumhafte, direkt am Stausee Hohenfelden gelegene Location und seit Jahren ein Alternative-Line-Up, das sich gewaschen hat: Das Highfield Festival ist das größte Indie-Rockfestival im Osten der Republik, und lockt Jahr für Jahr Musikfans aus der ganzen Republik mit spektakulären nationalen und internationalen Acts. Auch dieses Jahr haben sich die Jungens und Damens in Hohenfelden wieder mächtig ins Zeug gelegt, um uns nun in wenigen Tagen ein LineUp zu präsentieren, das sich gewaschen hat. Ein erster, gewagter Blick auf den Zeitplan lässt die Frage aufkommen: wer zur Hölle ist eigentlich Headliner? The Killers, Bloc Party, The Hives, Die Ärzte, Beatsteaks? Inoffiziell könnte man diese Fünfe als die Sahnestückchen der Highfieldtorte 2008 betiteln; auch wenn der komplette Bandstab wahnsinnig interessant ist.Aber bitte alles nochmal von Anfang. Es ist April 2008; die Vorfreude auf den Sommer steigt, das Baby Phonotic.de ist gerade geboren und so langsam fange ich mich an zu fragen .. "Jo, auf welches Festival gehste denn nu'?". 2007 hat leider nichts geklappt und 2008 soll nun endlich mal die Festival-Jungfräulichkeit über Bord geworfen werden. Jawollja! Das Ticket für Rock im Park war seit August 2007 im Haus, doch dann die Ernüchterung: statt Rock fand man hier fast nur Metal, statt Indie nur Hardcore, und die wenigen, netten Bands waren keine 115€ wert. Was tun? Der Traum vom Festivalsommer 2008 schien geplatzt, bis das Southside Line-Up veröffentlicht wurde. Mächtig toll, super Bands, klingt nach na' Menge Spassssss! Nix da, Prüfungen, Prüfungen, Prüfungen - 3 vor, 3 nach dem Festivalwochenende. Platsch, Festivalsommer 2008: Pleite, die Zweite Eine dritte Enttäuschung kann ich mir sparen, also lass’ ich die Suche ganz sein. Mein Portemonnaie dankt’s mir. Doch dann! Es ist Juli, der Sommer ist komplett da, der Prüfungsstress vorbei und das Leben zieht in Lichtern und Wochenenden an mir vorbei, als da ein Blitz aufleuchtet: HIGHFIELD. Hohes Feld? Bitte, watt? Was soll’n das nu’ sein? Klingt nach ’ner ungemähten Wiese hinter Apfelbach! Und da soll Musik stattfinden? Niiiee im Leben, wer will das denn sehen? Wie, wo, wer? The Killers? Nich’ dein Ernst! Er war wieder da, der Wunsch nach einem Festival; und wie der Drang, zum Highfield zu gehen, stieg auch die Lust, zu fotografieren – und tatsächlich, es hat beides geklappt – Phonotic.de wird für euch live dabei sein und die Besten der Besten bildlich ablichten – vielleicht bekommen wir ja auch den ein oder anderen vor’s Mikro, wer weiß! Nun aber mal Schluss mit dem Gefasel, die Facts folgen: Highfield Festival, 15. bis 17. August in Hohenfelden bei Erfurt. Der Ganze Spaß kostet 94€, allerdings sind keine Karten mehr verfügbar, meldet Highfield.de. Wir vermuten jedoch, dass es vor Ort noch einige Restbestände geben wird und vielleicht hat ja auch der ein oder andere beim lokalen Ticket-Dealer noch etwas Erfolg. Jenuch, hier nun mal die komplette Bandliste mit Künstlerprofilen, sofern vorhanden: Bunt gemixte Nationen, stilistisch jedoch recht spartenarm: Indie, Mann! Was nicht gerade schlecht ist; denn nicht wenige beklagten sich über das Heavy Metal-lastige Lineup der großen „am Ring“ und „im Park“ 2008 – das Highfield Festival ist das alternative Festival für alle Freunde guter Indie-Musik. Hier gibt’s was auf die Ohren, und es wird wohl laut. Wir hoffen, es gibt T-Mobile Ohrenschützer.Für alle, denen trotz des wahnsinnig interessanten Band-LineUps noch nicht die Puste ausgeht, veranstalten FKP Scorpio dieses Jahr auch auf dem Highfield Festival den FESTIVAL SOCCER CUP 2008. Schwitzen, schwitzen, schwitzen – hier gibt’s was für die ganz harten Jungs, und die Mädels dürfen glotzen. Jedes Team à 6 Spieler hat die Chance auf das große Finale des Festival Soccer Cups auf dem Area 4 Festival – bisher qualifizierten sich die Besten des Hurricane & Southside Festivals, Highfield Festival und Chiemsee Reggae Summer folgen somit noch. Wer also zwischendurch mal eine Runde Auszeit braucht, ist gern eingeladen, eine Runde Fußball zu schauen – den genauen Standort des Spielfelds erhaltet ihr im Lageplan. Wir haben gejauchzt und gejubelt und in wenigen Tagen ist es soweit, dann machen auch wir uns auf in das kleine Dorf Hohenfelden bei Erfurt. Keine Ahnung, wie’s wird, aber trotz der Arbeit wird es hoffentlich auch eine ganze Menge Spaß. Hier unsere persönlichen Top-3-Must-Sees mit jeweiliger Begründung: Platz #1: The Killers Wer sagt, Bands, die bei Liveshows wenig oder gar nicht mit ihren Fans kommunizieren, sind langweilig, der kennt The Killers nicht. Frontman Brandon Flowers braucht nicht viele Worte, um seine Emotionen auszudrücken. Und wenn, dann sagt er das in seinen Songs. Oder er stammelt Sätze wie „people tell us it’s a little piece .. of home .. for us” vor sich hin, welche das Publikum mit tosendem Beifall entgegennimmt. Hoffen wir, dass Brandon es trotzdem wagt, auf dem Highfield mit uns zu reden. Ganz gespannt sind wir auf die Live Performance der beiden neuen Songs „Neon Tiger“ und „Spaceman“, die ja wohl zum Pflichtprogramm gehören. Von der Glamorösität der Killers durfte ich mich bis jetzt zwei Mal verzaubern lassen und freue mich auf das dritte Mal, einfach eine wahnsinnig impulsive Liveband.Platz #2: Bloc Party Mein Bloc Bloc Bloc Bloc Bloc. Meine Party Party Party Party Party. Kein Bandname zergeht so gut auf der Zunge, wie Bloc Party. Allein beim Namen möchte man Aufstehen und Tanzen. Okay, zugegeben, die Musik, die man bei diesem Namen im Ohr hat hilft gewaltig mit. Zwei wundervolle Alben, unzählige EPs und ein Mensch, der zu wissen scheint, wie man seine eigenne Songs remixt machen Bloc Party zu einer der interessantesten Bands des ganzen Festivals. Die Erwartungen sind groß, ebenso die Vorfreude, hoffentlich halten sie, was ein Teil ihres Namens verspricht – wir sind gespannt.Platz #3: Black Kids Wer hätte gedacht, dass weder Die Ärzte, noch Beatsteaks oder The Hives den dritten Platz bekommen? Der Grund dafür ist recht simpel: alle der Bands sind uns bestens bekannt, und wir möchten ja auch die ganz Jungen unterstützen. Die schwarzen Kinder sind zu 80% nicht mal schwarz, aber das macht nichts. In der Indie-Pop-Szene längst kein Geheimtipp mehr ist diese Band ein wahnsinnig heißer Tipp. Verspielte Melodien gepaart mit einfachen, aber gut durchdachten und vor allem wahren Texten lassen das Herz eines jeden Junggebliebenen aufblühen. Daumen hoch von vornherein! Zeigt den Großen, was ihr könnt.Das war’s von uns bis hierher, nach dem Festival gibt’s natürlich einen eeeeeeewigen Bericht sowie hoffentlich einige nette Fotos von uns – hoffen wir also nur, dass das Wetter hält und nicht irgendwer beschließt, noch mehr Regen über Erfurt zu gießen. Peace out, wir seh’n uns dort! Nicolas Reinhart Phonotic.de Redaktion & Head of Photography
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